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Mittwoch, November 17th, 2010

ich habe kürzlich mit jemandem gewettet, dass ich meine Rente, wenn es dann noch eine geben sollte (wovon man derzeitig nicht ausgehen kann), nicht in der derzeitigen Währung ausgezahlt bekomme. Sieht gerade so aus als würde ich gewinnen. Irland wehrt sich noch ein bisschen, aber da denk ich werden die Banken genug Druck machen, den keltischen Tiger (muahahha) unter den Rettungsschirm zu zwingen, es geht schließlich um dreistellige Milliardenbeträge und wir wissen ja wer in der Befehlskette ganz oben steht. Gestern Nacht haben dann noch die Portugiesen mal eben die Reißleine gezogen und wollen nu auch nen bailout, cool oder?

Richtig hässlich wird es wenn Spanien und Italien an der Reihe sind, aber hey was solls. Auf Blooomberg spricht Matthew Lynn schonmal aus, was eh schon alle wissen.Euro Dominos Will Fall Until Currency Is Split

Währenddessen haben zicken die Österreicher rum wenn es um die bailout Kohle für Griechenland geht, gut sie haben dann leider doch klein bei gegeben, schade, das hätte noch mehr Stresspotential haben können. Ich glaube das sollte erst mal reichen um den Euro wieder nach unten zu pressen, gut für Deutschland … vorerst.

Wir halten fest, Angie sieht keine Bedrohung. Das ist alles noch gaaanz normal.
Oh Ton „Ich glaube nicht, dass der Euro-Raum gefährdet ist. Aber wir haben doch Turbulenzen und Situationen, die habe ich mir auch vor anderthalb Jahren nicht träumen lassen“
Tja Mädsche da wird noch ganz anderer Scheiß auf dich zu kommen, von dem du dir nie hast träumen lassen, das kommt davon wenn man die ganze Zeit nur pennt und sich Sachen schönträumt um nicht zu sagen vor sich hin phantasiert.

 
 
Dienstag, Oktober 12th, 2010

Könnt ihr euch noch erinnern früher gab es mal diese Sendung “das Faß ohne Boden”, gibts die eigentlich noch? Ich möchte diese schöne Tradition gerne virtuell am Leben halten und daher stell ich euch drei Kandidaten (kurz und in aller Polemik) vor und ihr sollt dann sagen welches das schlimmste ist und darüber werd ich dann nochmal extra was genaueres schreiben …

Kandidat Nummer 1.:

ist einer, den ich schon vor, ja jetzt mittlerweile wird es ein Jahr, als solches bezeichnet habe, in Griechenland nämlich, stellt sich gerade (völlig überraschend wie immer) herraus, dass die Zahlen dann wohl doch wieder mal nicht so gut und genau waren und sie jetzt doch noch ein bisschen Geld brauchen und sich die Chinesen da grad massiv einkaufen. Deswegen wird das alles nochaml nachgerechnet und blahhh tl/dr wir sehen die bisher geleistetet Kohle nie wieder und die werden noch mehr Geld brauchen, ein ganz klarer Kandidat also?

Kandidat Nummer 2.

ein würdiger Gegner für die paar Milliarden an versenkten Steeuergeldern in Griechenland sind diverse deutsche Banken, da ich aber hier später keine Allgemeinplätzchen backen will muss ich mir eine aussuchen und da hatte ich so die HRE im Auge, die sind aus München also quasi aus der Region, die bekommen mal eben vorm Frühstück 40 Milliarden an Garantien lagern ihr Schulden mit Bilanztricks in Bad Banks aus und keine Sau weiss genau ob und wie die fällig werden und/oder ob wir davon jemals was wiedersehen etc. etc. spassige Nummer ich würde da mal nachforschen.

Kandidat Nummer 3.:

Die Apparatschiks, der Amtsschimmel, in anderen Worten unsere eigenen Regierungsmarionetten, die uns immer erzählen es wäre für nichts Geld da und sich Büros für 1,2 Millionen auf Staatskosten möblieren lassen (KT Guttenberg), also dafür bauen andere 3 Häuser welche Möbel bitte nimmt der? Oder Zensursula, die sich für 700000 neue Lampen ins Büro hängen wollte, oder eine Schnarri die sage und schreibe 5 Dienstwägen beantragt hat, vielleicht auch damit das nicht so auffällt wenn mal einer verloren geht wie bei diversen SPD Ex-Ministerinnen. Whatever, der Staatsapparat wirft Geld raus als ob es kein Morgen gäbe, ein klassisches Faß ohne Boden, denn wir könnten uns eigentlich die Marionetten gleich sparen und die Lobbys durchregieren lassen, aber wieviel würden wir uns da sparen?

also abstimmen bitte …


 
 
Mittwoch, September 8th, 2010

Wenn ihr mal sehen wollt, wie das so aussieht wenn irgendwo ein gepflegter Bankrun abgeht, dann könnt ihr mal rüber gucken nach Afghanistan. Wir wissen dort ist jetzt alles besser und demokratisch und so trotzdem geht dort gerade ein netter Bankrun ab, nachdem die Zentralbank des Landes ein paar Vermögen der Anteilseigner der Kabulbank eingefroren hat wolten die Kunden der Kabulbank ihre Kohle sehen, aber leider waren die Banken zu und die Kunden wurden von Prügelpolizisten (das müssen die von den deutschen Ausbildern gelernt haben) empfangen. Da sieht man mal wieder deutlich, dass, erstens die Afghanen anscheinend nicht solche Dummschafe sind wie die Deutschen, denn dort drohen sie nämlich einfach mal damit den Laden auseinnander zu nehmen, wenn sie ihre Kohle nicht bekommen, aber auf der anderen Seite sind sie genau so Ahnungslos wie 90% der Bevölkerung weltweit.

Liebe afghanische Kunden der Kabul Bank, da ihr jetzt ja so quasi zu uns gehört, denn immerhin verteidigen wir ja unser Land bei euch am Hindukush, wollte ich euch nur mal kurz was erklären. Weltweit gibt es nur etwa 4% der Geldmenge überhaupt als Bares, also in physikalischer Form, ausserdem hat die Bank eure Kohle (so sie denn überhaupt noch haben) meistens irgendwo in Aktiva auf dem Markt rumfliegen ihr wisst schon in so lustigen Anlageformen wie Derivaten usw. und da weiss man immer nicht so genau ob die auch wirklich veräusserbar wären also bei uns liegt ein Großteil der Kohle bei der Badbank … in other words, vergesst es einfach!

 
 
Dienstag, September 7th, 2010

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat sich heute mal wieder selbst übertroffen, ich lag gerade auf dem Boden vor lachen, denn mittlerweile haben die echt satirische Qualitäten, da kann die Titanic gar nicht mehr dagegen anstinken. Stellt euch mal vor, was die heute festgestellt haben die Banken haben beim Stresstest geschummelt, awww die Bösen *lacht*. Der Artikel an sich ist nicht wirklich vielsagend und umfangreich aber dass muss er auch nicht sein, weil wir das schon wussten mehr dazu gäbs dann z.B. im WSJ. Es war von Anfang an klar, dass diese Stresstests nicht weiter sind als eine Pseudomaßnahme um das “Vertrauen” wieder  her zu stellen. Das funktioniert aber nur, wenn dabei auch sicher ein shiny shiny Ergebnis rauskommt. Also hat man die Kriterien für den “Stresstest” so weit aufgeweicht, dass es gut möglich war, alles was man an wirklichen Risiken hatte aus den Bilanzen zu rechnen. Schon Anfang August brachte das Ergebniss eigentlich alle die ein bischen mehr Einblick haben zum lachen z.B. Zitat Pedro De Noronha, geschäftsführender Direktor bei Noster Capital “Es sei einfach nur das Stress getestet worden, was die Banken den Behörden erzählt hätten. Die daraus resultierenden Ergebnisse seien deshalb keinesfalls Ernst zu nehmen.”

Ich versuche ja in meinem Blog immer die Zusammenhänge soweit wie möglich zu vereinfachen, wenn ihr also exaktere Zahlen braucht und wissen wollt wie das ganze en detail funktioniert, wenn man nur den Buchwert nimmt anstatt den wirklichen usw. dann checkt rüber zu Zerohedge, Querschüsse oder Jahnke etc. (ich habe neulich mal darüber geschrieben wo ich meine Zahlen her bekomme) oder wem auch immer ihr sonst noch zutraut euch genauer ein zu weisen, denn ich für meinen Teil halte meinen blog immer noch so, dass Mum ihn auch versteht, trotzdem Economy is not Rocket science, k?

Ich habe das neulich einer Bekannten so erklärt, stell dir vor man wollte herrausfinden ob du eine finanzielle Stressituation wegstecken könntest wie z.B das abfackeln deines Hauses. Da man aber nicht genau sagen kann wie viel alle Sachen in deinem Haus Wert sind, fragt man dich einfach wie viel Geld du noch auf der hohen Kante hast und setzt diesen Wert dann als Wert deines Hauses an, damit bestehst du den Stresstest auf jeden Fall :) und alle sind happy und schenken dir auch weiterhin ihr Vertrauen und Geld.

Und jetzt stelle man sich vor, selbst dabei haben die noch gelogen, bezüglich des Wertes, den die auf der hohen Kante hatten. Überraschend ist das nicht wirklich, man ist sowas ja gewohnt aber “schummeln” ist meiner Meinung nach ein viel zu nettes Wort dafür, ich will eigentlich fast gar nicht mehr so genau wissen wie katastrophal die Zahlen tatsächlich sind.

Hach es schon lustig wir leben gerade in einer Zeit der wirtschafltichen Märchen und Mythen und das Ganze war von Anfang an schon nur als Streicheltest geplant, deswegen musste ich echt lachen, als sich heute die Presse so empört darüber gab, dass die doch tatsächlich “geschummelt” haben m(

tl/dr Die Banken haben beim Streicheltest Stresstest beschissen Orly? Yarly but old news is old!

 

Wow, da hat sich das ehemalige Nachrichtenmagazin aber wieder mal weit aus dem Fenster gelehnt, oder doch nicht?

In der heutigen SPON erschien ein Artikel mit just diesem Titel (ohne das “nicht” natürlich), grundsätzlich finde ich es ja immer gut, wenn sich der Mainstream mal mit den wichtigen Sachen beschäftigt und nicht mit so Banalem wie dem Sarrazin, aber man sieht mal wieder, dass auch hier keiner so richtig das “out of the box” denken beherrscht.

Kurz zusammen gefasst, geht es darum, dass ein Herr Alexander Dill seines Zeichens Leiter des Leiter des alternativen Basler Instituts für Gemeingüter und Wirtschaftsforschung (ich glaub ich muss mir die Jungs mal genauer ansehen) vorgeschlagen hat, dass alle in Deutschland ca. 20% ihres Privatvermögens abdrücken sollen, damit wäre Deutschland entschuldet und danach könnte man mit sehr geringen Steuern bei vollen Sozialleistungen weiter machen. Gut, klar, dass sowas graue Theorie ist. Mal ganz abgesehen von den ganzen Sozialismus, Kommunismuskreischern vom Rechten Rand, die sowas niemals durchgehen lassen würden, und den ganzen Konservativen die dann ihre Häuser (auch teilweise zurecht, wie ich finde) mit der Knarre in der Hand verteidigen würden und den ganzen Superreichen, die dann einfach ins Ausland abbhauen etc. etc. etc. Kurz gesagt … denkbar, aber die Umsetzung ist natürlich Utopie. Aber was wären die Alternativen?

Da, laut unserem Freunden von der SPON sind Hyperinflation, Deflation und andere Crashgespenster zunächst unwarscheinlich bis undenkbar (die sind noch nicht soweit, das kommt im mainstream immer “überraschend”) daher rechnet man uns hier im Artikel die Unionsvariante der “Lösung” vor, wir erinnern uns …. Wachstum Wachstum über alles über alles auf der W… na ja ihr wisst schon, aus den Schulden “Rauswachsen” eben.

Da gibt es in dem Artikel hier zwei Rechnungen:

  • Würde Deutschland künftig jährlich um ein Prozent wachsen, läge die Wirtschaftsleistung in 50 Jahren bei knapp vier Billionen Euro. Die Schulden entsprächen dann noch gut 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und nicht 76 Prozent wie heute.
  • Zöge die Wirtschaft allerdings um zwei Prozent pro Jahr an, würde die Wirtschaftsleistung 2060 weit über sechs Billionen Euro erreichen. Dies entspräche einer Schuldenquote von nur noch rund 25 Prozent.

Gut diese Szenarien basieren zwar auch schon auf den geschönten Zahlen und wie realistisch 2% Wachstum Pro Jahr sind das sei mal dahin gestellt, aber seis drum, denn der Autor dieses Artikels erkennt dann im Folgenden letztendlich an, dass diese Szenarios zumindest sehr unwarscheinlich sind und eher den feuchten Träumen eines Herrn Brüderle entsprungen zu sein scheinen, genau so wie eine konsolidierung der Schulden oder einfacher ausgedrückt, Sparen unmöglich wäre, denn: “Selbst wenn Bund, Länder und Gemeinden ab sofort keine neuen Kredite mehr aufnehmen und zusätzlich zu den gut 60 Milliarden Euro Zinsen pro Jahr 20 Milliarden Euro tilgen würden, könnten sie den letzten Euro Schulden rechnerisch erst in rund 85 Jahren zurückzahlen. Für einen Plan “Schuldenfrei im Jahr 2100″ ist wohl kein Finanzminister zu haben”

Gut gebrüllt! Soweit ist das wohl absolut richtig, die erste Variante ist sowohl politisch als auch gesellschaftlich nicht durchsetzbar, die CDU Wachstums Varianten und Sparkurse hingegen sind ins Reich der Phantasie zu verbannen, auch das ist messerscharf erkannt. Trotz dieser bis hierher treffenden Analyse lässt der Autor uns hier ein wenig im Regen stehen und kommt zu dem Schluß, naja wenn es dann bei uns soweit ist, dass wir “griechische Verhältnisse haben”, dann könnte man Dill´s Plan der “Enteignung” ja immer noch als Notlösung verwenden. Soweit der Artikel.

Wo liegt der Fehler?

Nunja, allen diesen Szenarien liegt die Annahme zugrunde, dass unser Wirtschaftssystem so wie es jetzt ist, im Kern super funktioniert, man müsste nur hier und da ein bisschen Schrauben ein wenig Wachstum oder Entschuldung und weiter gehts. Es gibt keine Giralgeldschöpfung, keine exponentielle Geldvermehrung durch Zinseszinseffekte, etc. etc.  und nach der 20% Enteignung oder dem “Rauswachsen” oder dem “Raussparen” aus den Schulden machen wir einfach weiter wie bisher, mit all den netten Nebeneffekten wie der Umweltzerstörung, dem Lobbyismus, den Derivatenblasen etc. etc. oder wie, habt ihr euch das gedacht?

Schuldgeldsysteme und in einem solchen Leben wir nunmal, sind immer Systeme auf Zeit und alle hier vorgeschlagenen Szenarien tun nur eines und an dieser Stelle möchte ich einen wunderschönen Anglizismus verwenden “They are kicking the can down the road”, sie verschieben das grundsätzliche Problem einfach in die Zukunft.

Wer das nicht versteht, der kann sich gerne nochmal das Beispiel vom Josephspfennig vergegenwärtigen. Es gibt eben kein unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten.

Ja klar, lasst uns noch ein bisschen Wachsen, auf Teufel komm raus, notfalls in dem wir das Letzte aus den Leuten und der Umwelt rauspressen, hey, hauptsache der Aussenhandels beitrag steigt, wir werten unsere Währung weiter ab oder schaffen einfach alles was sozial ist in diesem Staat  ab, wir tun alles zugunsten des Marktes,  alles für den Profit (das wäre so der Ansatz der “Volks(verarschungs)parteien” CDU,FDP;SPD und ja, auch der Grünen). Wenn wir alles hergeben geben, dann ist schon noch ein bisschen Wachstum drin, das macht zwar zunehmend keinen Spaß mehr und gelöst ist dadurch gar nichts, aber wir können das Unvermeidbare noch ein oder zwei ja hey vielleicht sogar drei bis vier Wahlperioden aufschieben und mit noch ein paar Badbanks und Taschenspielertricks evtl. sogar 5, bevor es dann wirklich kracht (entweder das Volk macht faxen oder das Geldsystem kollabiert).

Die andere Lösung, dieses “lasst uns 20% von Allem Enteignen” klingt in meinen Ohren eher nach einem Vorschlag der Linken, aber auch das ist auch nur Verschiebung. Was ist danach? Dann haben wir wieder ein paar Jahre gewonnen bis diejenigen, die sowieso zuviel haben nach dem Monopolyprinzip die Ärmsten der Armen wieder an den Eiern haben, die Wirtschaftsmonopole der Großkonzerene werden dadurch nicht angetastet, ebenso wie die anderen Verdächtigen, Giralgeldschöpfung, Mindestreserve, Zinseszinseffekt, das wiederliche Menschenbild, dass Menschen nur als Kostenfaktor oder Cash Cow sieht etc. etc. und die Folge davon wäre, dass es uns im Großen und Ganzen warscheinlich ein paar Jahre besser gehen würde als jetzt, dass wir aber letzten Endes wieder in die selben Problematiken laufen würden in denen wir jetzt stecken und das wäre letzten Endes auch kontraproduktiv.

Ihr seht also, alle bisherigen Vorschläge tragen keine wirkliche Lösung in sich, zumindest keine nachhaltige, und ehrlich gesagt habe ich auch keine.  Aber wir müssen diese Thematik endlich auf der Prioritätenliste ganz weit oben ansetzten, es gibt gerade kein wichtigeres Thema als dieses! Ich weiss, ich langweile meine Leser schon seit langem mit dieser Thematik aber jedes mal wenn ich solche traurigen Artikel wie den oben verlinkten lese, wird mir klar, wie wenig die Menschen eigentlich ausserhalb ihrer Bezugssysteme denken können, das ist manchmal wirklich erschreckend. Wenn man z.B. den Kapitalismus kritisiert wird man hier zu Lande oft automatisch als Demokratiefeind und Sozialist beschimpft. Hallo? Da sieht man solche Denkmuster ganz deutlich, du kristisierst den Kapitalismus, also muss du Sozialist sein und dem zu Folge auch Kommunist, Wooooot seid ihr bescheuert? Man muss beides nicht sein um zu erkennen, dass unser Geldsystem begrenzt lauffähig ist eigentlich muss man ein ziemlicher Idiot sein um zu glauben, dass es ewig so weitergehen kann, denn unser Wirtschaftssystem erinnert doch sehr an Monopoly, bieten sie ihren Freunden doch mal an Monopoly mit richtigen Geld zu spielen, sie werden sehen ob die nach dem Abend noch ihre Freunde sind. In anderen Worten, was wir hier treiben ist Wahnsinn, das hat auch nichts mit Demokratiefeindlichkeit zu tun, wenn ich sowas schreibe im Gegenteil, was hier mit wachsender Begeisterung getrieben wird  untergräbt die Demokratie vom allerfeinsten und mit Wirtschaft hat das auch nicht mehr viel zu tun was hier so läuft, es gibt keinen Wettbewerb mehr und alles was interessiert sind die shares und wann Ben Inkjet das nächste mal den Drucker anwirft. Wir haben Jahrhundertelang dafür gekämpft nicht mehr durch die Feudalherrschaft geknechtet zu werden und versucht Demokratien zu etablieren, ich denke es ist an der Zeit zu erkennen, das wir nur eine Knechtschaft nur durch eine andere ersetzt haben, die neuen Herren sind mächtiger als es sämtliche Kaiser je waren, wir werden sehen wie wir die wieder loswerden.

Deswegen sollte und in meinem Fall ist das auch so unsere Nummer eins Sorge dieses Wirtschaftssystem/Geldsystem sein, alles andere kann man danach lösen und/oder hängt sowieso damit zusammen. Klar, nicht alle Probleme sind darauf zurück zu führen, aber ehrlich gesagt, wenn wir das nicht bald in den Griff kriegen dann glaube ich brauchen wir uns um die anderen auch nicht mehr zu kümmern, weil dann unser Planet einfach im Eimer sein wird. Deswegen sollten wir endlich anfangen darüber zu diskutieren, wie man dem Schuldgeldsystem entkommt und nicht der “Schuldenfalle”. So wie der Spiegel das Problem darstellt, wirds jedenfalls nichts, denn die haben noch nicht mal das Problem an sich erkannt.

Ich persönlich glaube wir reiten hier ein totes Pferd und da gilt natürlich …
“Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”

denn die anderen Lösungen, die ich hier mal gesammelt von dieser Webseite geklaut habe ;) die wir alle jeden Tag hier aufs Brot geschmiert bekommen, sind keine Lösungen!!! Die Lösen gar nichts! Trotzdem versucht man es seitens unserer Regierung ständig mit solchen Methoden… jeder Möge sich die passende Maßnahme in der Realität dazu suchen, viel Spass, ich hab für alles eine gefunden …

1 Man besorgt eine stärkere Peitsche.
2 Man wechselt den Reiter.
3 Man sagt: “So haben wir das Pferd doch immer geritten. Warum klappt das nicht mehr?”
4 Man gründet eine Projektgruppe, um zu analysieren, was mit dem toten Pferd los ist.
5 Man besucht anderer Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
6 Man erhöht die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
7 Man schiebt eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
8 Man stellt Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
9 Man ändert die Kriterien, die festlegen, wann ein Pferd tot ist.
10 Man kauft Leute von außerhalb ein, damit sie das tote Pferd reiten.
11 Man schirrt mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
12 Man macht eine Studie, um zu sehen, ob das Pferd wirklich tot ist.
13 Man kauft etwas, das tote Pferde schneller laufen lässt.
14 Man erklärt: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch reiten könnte!”
15 Man macht zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
16 Man richtet eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
17 Man überarbeitet die Leistungsbedingungen für tote Pferde.
18 Man erklärt, dass ein Pferd sowieso “besser, schneller und billiger” ist, wenn es tot ist.
19 Man strukturiert um, damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.
20 Man präsentiert PowerPoint-Folien was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
21 Man bringt das tote Pferd unter einem zugkräftigen Namen an die Börse.
22 Man stellt fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklärt dies zum Normalzustand.

tl/dr Unser Wirtschafts und Geldwertsystem ist ein totes Pferd doch anstatt ab zu steigen propagiert man im Spiegel und nicht nur dort wahllose Lösungsvorschläge von 1-22, die ihr gerne ergänzen könnt!

 
 
Montag, August 30th, 2010

Die kürzeste Definition die ich dafür gefunden habe ist folgende:

A protectionist policy involving the devaluation of one’s currency and the construction of tariffs barriers on other countries. The goal of a beggar-thy-neighbor policy is to increase demand for a country’s exports (by devaluing the currency and making a country’s goods less expensive in other countries) while also reducing demand for the countries imports (by making them more expensive through the tariff barriers). A form of this policy, notably the tariff barrier, was implemented at the beginning of the Great Depression with almost no success. A beggar-thy-neighbor policy in the United States caused other countries to follow suit, resulting in a massive decrease in international trade. This made the Depression worse. See also: Smoot-Hawley Act.

In ganz kurz auf deutsch, jeder wertet seine eigene Währung ab um mehr zu exportieren und damit über den Aussenhandelsbeitrag mehr Kohle zu machen und besser da zu stehen, nur wenn man das im Ringelreihen spielt, dann wird das irgendwann hart aufschlagen!

So wir fragen uns natürlich warum ich gerade heute darauf aufmerksam mache? Weil dieses Spielchen gerade von allen großen Volkswirtschaften mit schöner Regelmässigkeit durchgezogen wird, was zwangsläufig in die Katastrophe führen muss, heutiger Kandidat (nach zuletzt den USA und Europa) ist Japan. Aber keine Sorge Heli Ben (Ben Bernanke / US Federal Reserve) hat schon angekündigt, dass er auch die Geldpresse wieder anwerfen wird, sobald es eng wird. Und auch wenn die TAZ hier schreibt, dass dieses Drama bald Asien erschüttern könnte, so möchte ich doch mal kurz darauf verweisen, dass dieses Drama mit der Geldpresse ein Globales und ein systemimmanentes ist, ich kann mich noch erinnern als die Medien nach Lehmann schrieben, na ja was die Amerikaner machen geht uns doch nichts an tja und heute haben wir die größten Bad Banks der Welt, nicht zuletzt weil unsere Politiker immer wieder grandios in ihrer Einschätzung der Märkte versagen (Lesebefehl)… der Markt und v.a. der Devisenmarkt ist global … GLOBAL versteht ihr dass?

Aber hey in Deutschland diskutiert man lieber über Banalitäten, macht euch keine Sorgen bitte weitergehen hier gibt es nichts zu sehen, es ist ja auch viel leichter über so Idioten wie den Sarrazin zu plaudern und die ganzen Medienakapazitäten mit easy going Themen zu verschleudern, als mal die großen Dinger zu erklären, hierzu äusserst Lesenswert auch auf Internat-Law, die Dominanz des Irrelevanten.

 
 
Freitag, August 27th, 2010

hahahahaha was für eine erbärmlicher Haufen regiert bei uns eigentlich, tja wir leben eben doch in einer Corporate Anarchy wo das Geld regiert und die Politker nur noch Waschlappen sind. Der @ubermarkus hat sich heute auf twitter aufgeregt, dass es keine Helden mehr gibt, die den Arschlöchern, die ihre Luxuskarrossen auf Behindertenparkplätzen stellen den Lack zerkratzen. Denen scheinen nämlich die Strafen aufgrund des großzügig vorhandenen Zasters egal zu sein.

Tja da ist er im “Kleinen” auf ein Problem gestossen, dass wir im Großen auch immer wieder beobachten können. Wenn du in diesem Land Geld hast, hält dich niemand auf und du kannst tun und lassen was du willst. So auch bei unseren Energiekonzernen, obwohl Angela versprochen hat sich nicht erpressen zu lassen etc. blah blah bekommen die ihren Vertragsbruch noch mit längeren Laufzeiten belohnt. Gut, das Angela Merkels versprechen nichts Wert sind konnten jüngst wieder mal die Kunden der pleite Bank, Noa Bank, erfahren, denn obwohl Frau Merkel letztes Jahr noch getönt hat, das unser Erspartes sicher wäre müssen dort doch alle, die mehr als 50000 auf der Kante hatten auf alles was darüber ist verzichten… das Geld ist futsch!

Soviel zur Glaubwürdigkeit dieser Frau. Aber ich glaubte heute meinen eigenen Sinnen kaum noch, als ich durch die Holzpresse ständig so Worte schwirren hörte wie “feiwillig” und Selbstverpflichtung im Zusammenhang mit den Verhandlungen um die AKWverlängerung. Jetzt mal Hand aufs Herz, ich fände das auch toll wenn ich meine Sozialbeiträge und Steuern nur noch freiwillig zahlen müsste, ganz ehrlich, da würd ich nix mehr abgeben sondern die Kohle privat investieren und zwar zu meinem Vorteil. Nicht so unsere gütigen und netten und auf unser aller Wohl bedachten Energieriesen, die uns nie etwas böses antun würden, die würden natürlich sämtliches Geld sofort wieder in die Gesellschaft reinvestiern und deswegen finden sie diese freiwilligen Sache auch voll toll. Denn damit können sie uns in Zukunft noch besser dienen. haha Von den Abstrichen die unsere Gurkentruppenregierung dann dafür bei der Brennelementensteuer macht, so sie denn überhaupt kommt, steht hier leider nichts … ist auch nicht so wichtig, denn da guckt unsere Regierung weiterhin konsequent weg wenn die sich mit ihren Bonzenkarren ins Parkverbot und auf den Behindertenparkplatz stellen. Wir brauchen nicht nur einen Helden der deren Wagen zerkratzt wir brauchen viele …. verpflichtet sich … freiwillig?

 
 
Sonntag, August 15th, 2010

das sie nicht ablehnen können, dachte sich wohl die Energiemafia hier zu Lande. Nich nur, dass sie unnötig viel für Strom verlangen, darüber hab ich neulich berichtet aber ich hab echt gedacht ich hab mich verlesen als ich heute bei den Standardholzmedien lesen musste, dass die tatsächlich damit drohen die AKWs ab zu schalten, falls sie eine Brennelementesteuer zahlen müssen. Das letzte mal als jemand so unverholen die Bundesrepulik erpresst hat, hat man diejenigen durch das GSG9 in Mogadischu einfach erledigen lasssen. Ich empfehle eine ähnliche Vorgehensweise. Oder wir nehmen das Angebot an und nehmen im Anschluss einfach mal die Gesetzte ernst 129 StGB würde sich hier auch anbieten. Kein Wunder, dass der Scheiß hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, ich glaube ich will gar nicht so genau wissen was die da verhandeln da würd ich nur nen Herzkasper bekommen, echt. Das ist so unglaublich kackdreist, früher hat man sich noch wenigstens die Mühe gemacht so zu tun als ob man nicht völlig korrupt und hilflos den Konzernen ausgeliefert war. Wie wärs wenn wir alle Morgen nicht mehr zum Arbeiten erscheinen, weil wir Steuern zahlen müssen? Ich bin echt sprachlos gerade ich weiss gar nicht was man zu so assozialem Verhalten sagen soll. Das ist einfach nur kriminell sonst gar nichts.

 
 
Freitag, August 13th, 2010

Heute Morgen, Wahnsinn alle flippen aus vor Freude, in den Nachrichten Euphorie pur und alles spricht vom Sommermärchen, Brüderle hatte auch schon gleich den passenden Ausdruck parat: “Aufschwung XL”. Woot? Ja da kann er sich endlich mal freuen unser Wirtschafstminister, ich wette er hat sich vor Freude gleich ins Höschen gemacht, als die . Ich frag mich nur gerade, Wie?

Gestern noch ist bei den Amis das Sogenannte Hindenburg Omen prognostiziert worden, das sind Marktkonstellationen die auf  Verwerfungen und Crashes hinweisen und dieses Phänomen löst sogar bei bei den Permabullen unter uns meistens ein ungutes Gefühl in der Magengegend aus, auch wenn das Ding nicht gerade die Treffsicherheit Robin Hoods hat und nicht jedes Omen gleich nach 1929 führt. Das gilt vor allem in Märkten die sowieso keinerlei Regeln mehr zu folgen scheinen, warum sollten sie dann schlechten Omen folgen, wenn sie den guten Omen auch nicht gehorchen?
Hmm also irgendwas ist nicht ganz koscher, ernsthaft, ich würde mich wirklich freuen, wenn es wieder ein bisschen besser laufen würde, dannn müssten wir dieses mal nur noch dafür Sorgen, dass dieser “XL Aufschwung” (allein schon das Wort wieder *lacht*) auch mal bei den Leuten ankommt, aber das ist wieder eine andere Geschichte.
In den normalen Nachrichten auf dem Weg ins Büro schlüsseln sie die +2,2 BIP nicht wirklich sauber auf, klar dass sind Massennachrichten für die DAUs, da hiess es nur ein Drittel kommt aus der Bauwirtschaft, na toll da bin ich schon mal ganz sicher, dass da was bei den Bürgern hängen bleibt /ironie mode off. Der Rest ging “hauptsächlich” über den Export, auch super, da haben wir auch nicht wirklich was davon und wenn man bedenkt, dass allein dadurch das der Euro im letzten Quartal gesunken ist … blablabla …. nützt alles nichts, genauere Zahlen müssen her… also mal bei den üblichen Vertrauenswürdigen Zahlengebern vorbeigesurft, aber da war noch nichts. Also abwarten und erst mal arbeiten.
Gut, dass wir ein moderates “Wachstum” durch konsequentes Lohn und Sozialdumping durch Schwarz Geld in Deutschland hinbekommen würden war irgendwie auch mir klar, aber so deutlich?

Als ich noch so vor mich hin siniere und in meiner Mittagspause durch die Holzpresse stöbere, während ich mir ein totes Huhn reinschiebe, erbarmt sich die ARD und relativiert das Ganze wenigstens ein wenig, gut aber auch das war klar …. dass das nicht bei allen ankommt. Na gut wenn wir jetzt Aufschwung haben ist wenigstens für Deutschland die elende Debatte “Inflation vs. Deflation” einigermassen vom Tisch, jetzt ist klar, was es wird. Na gut dann lassen wir mal die Euphorische Strimmung eine Weile stehen und warten die US Zahlen ab die am 27. kommen und beten, dass es vorerst nachhaltig ist, langfristig dagegen, macht es sowieso keinen Unterschied. Und dass die Zahlen die sie uns präsentieren sowieso nicht mit dem realen Leben der  Menschen in diesem Land korrelieren sollte mittlerweile auch dem letzten Deppen klar geworden sein, ausserdem wenn man genau hinsieht, dann haben wir gerade erst mal wieder die Hälfte der Verluste von 2008/2009 reingeholt, also irgendwie bin ich noch skeptisch. Wie auch immer, wenn ich dazu dann endlich mal genauere Zahlen habe meld ich mich wieder.

 
 
Donnerstag, August 12th, 2010

reinziehen und zwar ganz ;)

 

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